Kaum ist man angefahren, schon muss man wieder bremsen. So ist das im Stadtverkehr. Linienbusse bremsen sogar noch öfter – an jeder Haltestelle. Dem MAN Lion’s City Hybrid ist das gerade recht. Denn Bremsenergie wandelt er einfach in Elektrizität um. Durch ein intelligentes Wechselspiel von Diesel- und Elektromotor spart er bis zu 30% Kraftstoff. Schöner Nebeneffekt: Der Bus verlässt die Haltestelle praktisch geräusch- und abgasfrei.
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München und Wien sind die ersten Städte, in denen Hybridbusse von MAN fahren. In den nächsten Monaten sollen weitere hinzukommen: Paris, Barcelona, Mailand, mehrere Städte in den Niederlanden und Hagen haben sich für den MAN Lion’s City Hybrid entschieden.
In den Hybridbussen arbeiten ein Elektro- und ein Dieselmotor zusammen. Der Elektromotor wird mit der Energie gespeist, die beim Bremsen gewonnen, anschließend zwischengespeichert und dann für den Beschleunigungsvorgang genutzt wird. Deshalb entfalten Hybridantriebe ihren größten Nutzen bei Fahrten in der Stadt: Dort ist der ständige Wechsel zwischen Beschleunigen und Bremsen typisch.
Hybridbusse im Stadtverkehr können mehrere Ziele gleichzeitig erreichen: Die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Geräuschemissionen geht einher mit einer Senkung der Betriebskosten sowie der Verminderung der Abgasemissionen. So lässt sich nicht nur der Dieselverbrauch spürbar senken: Die klimaschädigenden Kohlendioxidemissionen gehen in gleichem Maße zurück, was Hybridbusse im Zeitalter des Treibhauseffekts besonders umweltfreundlich macht.
MAN forscht schon seit fast vierzig Jahren an Hybridantrieben – ein Vorsprung, der sich in der neuesten Generation des MAN Lion’s City Hybrid deutlich auszahlt. Beim Hybridantrieb geht MAN innovative Wege und setzt auf sogenannte Ultracaps. Das sind Hochleistungskondensatoren, die Bremsenergie kurzzeitig und effizient speichern können und sich durch eine besonders lange Lebensdauer auszeichnen.
Aber die Energiespeicher sind nicht die einzige Besonderheit der MAN-Busse: Eingesetzt wird ein sparsamer Common-Rail-Dieselmotor nach dem derzeit besten verfügbaren Abgasstandard EEV (Enhanced Environmentally-Friendly Vehicle). Der Dieselmotor treibt über das Getriebe nicht direkt die Achse an, sondern einen Hochleistungsgenerator, der seine Leistung wiederum in zwei Elektromotoren einspeist. Diese beiden Kraftpakete sind mit dem elektrischen Speichersystem auf dem Dach, den Ultracaps, verbunden. Der Dieselmotor wird erst gestartet, wenn der Fahrer stärker aufs Gaspedal tritt. Fahrversuche haben gezeigt, dass der Dieselmotor je nach Streckenführung zwischen 25% und 40% der Betriebsdauer ausgeschaltet bleiben kann. Das spart gegenüber herkömmlicher Motorisierung bis zu 30% Kraftstoff – und damit im Jahr bis zu 26 Tonnen Treibhausgasemissionen (bezogen auf 60.000 km Fahrleistung).
Der MAN Lion’s City Hybrid wird so zu einem besonders umweltfreundlichen Beispiel für wegweisende Technologienutzung – eines von vielen bei MAN.
MAN. Engineering the Future – since 1758.